
Zertifikatslehrgang für Sexualität, Beckenboden und Trauma
Kompetenzerweiterung für Fachkräfte
Sexualität, Trauma und der Beckenboden sind eng miteinander verknüpft – körperlich, emotional und energetisch. In der praktischen Arbeit mit Klient:innen/Patient:innen begegnen Fachkräfte häufig den Auswirkungen traumatischer Erfahrungen, ohne dass diese explizit benannt werden.
Gewalterfahrungen, Geburtsverletzungen und sexuelle Probleme kommen häufiger vor, als man vermuten würde. 60-95% der Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen leiden an Beckenbodenbeschwerden. Obwohl die Themen Sexualität und Trauma medial so präsent scheinen, wagt es ein Großteil der Klient:innen/Patient:innen nicht, mit medizinischem Fachpersonal darüber zu sprechen. Auch bei Ärzt:innen, Pflegepersonal oder Therapeut:innen dominieren häufig Scham und Unsicherheit. Gerade im Zusammenhang mit dem Beckenboden als sensibler und oft schambesetzter Bereich ist ein traumasensibler, informierter und sicherer Umgang essentiell.
Der Zertifikatslehrgang "Sexualität, Beckenboden und Trauma – Kompetenzerweiterung für Fachkräfte" vermittelt in insgesamt neun eintägigen Fachseminaren fundiertes Wissen und praktische Kompetenzen im Umgang mit sexualitätsbezogenen Themen und traumatischen Erfahrungen, die sich im Beckenboden manifestieren können. Dabei wird der Beckenboden nicht nur anatomisch betrachtet, sondern auch als emotionales und psychosomatisches Zentrum verstanden.
Der Lehrgang unterstützt Fachkräfte dabei, die eigene Haltung zu reflektieren, Sicherheit im Umgang mit diesen Themen zu gewinnen und traumasensible Ansätze in die eigene Berufspraxis zu integrieren. Weiters lernen die Teilnehmenden die Grenzen der eigenen Zuständigkeit kennen, um eine sinnvolle und notwendige Weitervermittlung an andere Fachbereiche zu ermöglichen.
Detaillierte Informationen zu allen Veranstaltungen und zur Absolvierung des Gesamtlehrgangs findest du bei Campus Beckenboden.