• Natascha Herrmann

Beckenboden - dein vielseitiger Powermuskel

Der Beckenboden verschließt das Becken nach unten, stützt aktiv deine inneren Organe und ermöglicht dir die aufrechte Haltung. Die Bebomuskeln arbeiten mit den Bauch- und Rückenmuskeln, sowie mit der Atemmuskulatur zusammen. Schwache Beckenbodenmuskeln verursachen häufig Rückenschmerzen und schwache Rückenmuskeln sowie Haltungsfehler schwächen wiederum deinen Beckenboden.


Das klingt oftmals ganz schön kompliziert und viele Frauen* haben oft keine Vorstellung, was der Beckenboden eigentlich ist und alles kann.

Dabei ist er ein wunderbarer, vielseitiger Powermuskel, der immer und überall trainiert werden kann. Beckenbodentraining ist viel mehr als einfach nur die Pobacken zusammenkneifen!


In meiner Begleitung von Frauen* kann ich mir die Arbeit mit dem Beckenboden nicht mehr wegdenken. Vor allem bei (lang andauernden) Stress kann sich auch der Beckenbodenmuskel, wie jeder andere Muskel in unserem Körper, verspannen und/oder verkrampfen. Das macht sich dann oftmals z.B. bei Frauen* mit starken Menstruationsbeschwerden bemerkbar.


Unser Powermuskel beeinflusst neben dem körperlichen auch unser seelisches Wohlbefinden!

Ich hab durch meine Arbeit mit den Frauen* entdeckt, dass eine enorme Vielschichtigkeit im Beckenbereich zusammenkommt. Viele Themen, aber auch abgespeicherte Traumata können während der Arbeit mit dem Beckenboden hochkommen. Dieser Bereich ist so viel mehr als nur unser Zentrum des Körpers.


Durch regelmäßige, einfache aber effektive Körperübungen im Alltag und in allen Lebensphasen können wir unseren Beckenboden aus seinem „Tiefschlaf“ erwecken und dauerhaft zu einer allgemeinen Energiesteigerung und damit auch zu mehr Vitalität, Lust und Lebensfreude in unserem Leben beitragen.


Deshalb ist es wichtig, dass du deinem Powermuskel immer wieder deine Aufmerksamkeit schenkst, in deinen Körper „eincheckst“, um nachzuspüren, welche Muskelgruppen gerade angespannt oder verkrampft sind und gegebenenfalls immer wieder Entspannung in deinem Alltag einbaust.

Ausreichend Schlaf ist ebenso eine Voraussetzung für einen funktionstüchtigen Beckenboden. Bei Schlafmangel lässt die Muskelkraft und Muskelkoordination nach.


Schlaf und Stress stehen im engen Zusammenhang. Unruhe, Nervosität und angestaute Energien können vermehrt zu Stress führen und wiederum unseren Schlaf erheblich beeinträchtigen. Bei akuten Stress wird auch deine Atmung schneller. Wenn du dir dessen bewusst bist, kannst du rechtzeitig innehalten und z.B. die Ruheatmung praktizieren.


Der Beckenboden hat auch Reflexzonenpunkte, die den einzelnen Beckenbodenmuskelschichten zugeordnet werden:

  • der Punkt zwischen den Augenbrauen (äußere Schicht)

  • an der Brustwirbelsäule in der Höhe des BH-Verschlusses (mittlere Schicht)

  • und der Kieferbereich, Mundboden und Gaumen (innere Schicht)

Vielleicht kennst du Schmerzen in der Brustwirbelsäule, die Falte zwischen deinen Augenbrauen oder das verspannte Kiefer?

Erwischst du dich selbst ab und zu dabei, wie du dein Kiefer zusammenbeißt oder es dir sogar weh tut?


Probiere mal deine Reflexzonenpunkte zu massieren oder auszustreichen und deinen Beckenboden zu trainieren. Für den Kieferbereich eignet sich auch wunderbar ein Stimmtraining, denn dadurch wird nicht nur deine einzigartige Stimme sondern auch noch dein Beckenboden trainiert und ist zugleich eine wundervolle Geburtsvorbereitung.

Genial oder?


Mein absoluter 3-Minuten-Entpannungs-Tipp:

  1. Ziehe die Augenbrauen 15 Sekunden lang hoch und dann 15 Sekunden lang zusammen. Zähle dabei gerne mit! Danach wieder entspannen und den Bereich zwischen den Augenbrauen 30 Sekunden lang ausstreichen und/oder ausmassieren.

  2. Ziehe die Schultern zu deinen Ohren hoch und halte sie in dieser Portion für 30 Minuten. Danach verankerst du sie nach hinten und unten und ziehst sie bewusst von den Ohren weg. Spüre 30 Sekunden lang nach.

  3. Presse dein Ober,- und Unterkiefer für 15 Minuten fest zusammen. Danach öffne deinen Mund weit und mache für 30 Sekunden lustige Bewegungen wie z.B. das Kauen von Kühen. Danach massierst du noch 15 Sekunden deinen Kieferbereich mit deinen Händen.


Training bedeutet immer beides: das Anspannen zur Stärkung der Muskulatur sowie auch die bewußte Entspannung!

Falls dir das Entspannen deiner Beckenbodenmuskulatur schwer fällt, hast du die Möglichkeit dir meine Beckenbodenmeditation anzuhören.


So kannst du mit mir und deinem Beckenboden arbeiten:






Ich freue mich von dir zu lesen. Lass mir gerne deine Gedanken da.


Von Herzen Alles Liebe,


Natascha